Nachdem ich schon  2 x einen Versuch gestartet hatte, Macarons zu backen und auch 2 x gescheitert bin, hatte ich es für lange Zeit aufgegeben. Ich dachte, irgendwann probiere ich es mal, wenn ich einen guten Tag habe und ich es gut verkraften kann, wenn sie nichts werden. Eines Tages telefonierte ich mit der lieben Vesna von Instagram (@vesnas_suesse_welt), die wahnsinnig schöne Macarons backt und überhaupt ganz tolle Dinge zaubert,  und ich klagte ihr mein Leid. Sie überlegte, was bei mir schiefgegangen sein könnte und gab mir ganz tolle Tipps. Ich war natürlich total euphorisch und wollte es unbedingt wieder probieren. Also – gesagt, getan! Und da meine Freundin (die ich schon seit der Schulzeit kenne) Geburtstag hatte und sie mich gebeten hatte, was Tolles mitzubringen, wusste ich, dass ich, unter anderem,  auch Macarons uuunbedingt mitbringen wollte! Das Rezept habe ich aus dem Buch von Aurelie Bastian „Macarons für Anfänger“ und die wertvollen Tipps dazu von meiner Freundin Vesna 🙂

Schwierigkeit: aufwändig

Dauer Zubereitung: ca. 60 Min. + backen + Ganache vorbereiten ca. 2 Stunden – vielleicht seid ihr schneller 🙂

Rezept für: 20 Macarons

Einkaufsliste

45 g gemahlene Mandeln
75 g Puderzucker
36 g Eiweiß (ca. 1 Ei der Größe M)
10 g Zucker
Lebensmittelfarbe (am besten Paste, auf keinen Fall flüssig)

Vorbereitung der Macaron

Da ich sehr aufgeregt war und akribisch arbeiten wollte, habe ich mir erstmal alles genau abgewogen und bereit gestellt. Das Backpapier mit den aufgezeichneten Kreisen (Durchmesser ca. so groß wie ein 2-Euro-Stück) habe ich ganz am Anfang schon gemalt. Wollte das Risiko nicht eingehen, die Kreise nach Augenmaß zu probieren . Also konnte es losgehen.

Als allererstes habe ich die Mandeln gesiebt und darauf geachtet, dass die 45 Gramm auch danach noch vorhanden waren.

Dann habe ich die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker noch feiner gemahlen und gut gemischt: Dafür je ein EL der beiden Zutaten in den Zerkleinerer geben und gut mixen. So nach und nach alle Mandeln und den Puderzucker verarbeiten.

Dieses Mandel-Puderzucker-Mehl wird nun wieder durch ein feines Sieb passiert – es muss anschließend ein sehr, sehr feines Puder sein (größere Stückchen kommen wieder in den Zerkleinerer). Das war schon etwas anstrengend, kann ich euch sagen…

Das Eiweiß mit dem Handrührgerät schlagen. Wenn es anfangt, schaumig zu werden, den Zucker dazugeben und weiter schlagen.

Wenn die Masse schön weiß ist, die Lebensmittelfarbe einarbeiten und weiter schlagen, bis der Eischnee schön fest ist.

Das Mandel-Puderzucker-Mehl wird nun in 3 Portionen mit der Eiweißmasse verrührt: Dafür 1/3 des Mandel-Puderzucker-Mehls zur Eiweißmasse geben und mit einem Teigschaber in gleichmäßig runden Bewegungen vollständig unterrühren.

Dann das zweite und das dritte Drittel ebenso unterheben. Der Eischnee wird dabei wieder etwas weicher. Die entstehende Masse soll nicht zu flüssig und auch nicht zu fest sein.

Die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.

  • Kleiner Tipp: Wenn du gerne weiße Macarons backen willst, nimm am besten die blanchierten, gemahlenen Mandeln. Ich habe die nicht blanchierten genommen und hatte anstatt weiße Macarons braune. Auch habe ich festgestellt, dass die Mandeln von Edeka ganz schwer durch den Sieb gingen, sie blieben förmlich in den Sieblöchern kleben und verstopften den Sieb. Ich empfand das Sieben fast schon wie eine kleine Kraftübung… Wogegen die Mandeln von „gut und günstig“ viel besser zu sieben waren.

Backen der Macarons

Auf das Backblech kleine Kreise spritzen (ca. 2,5 cm Durchmesser), dabei einen Abstand von ca. 3 cm lassen. Dann die Macaronschalen für 15 Minuten ruhen lassen. Heize den Backofen auf 15°C Ober- und Unterhitze vor.

In der Zwischenzeit die Ganache vorbereiten.

Nach der Ruhezeit die Macaronschalen für 15 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens bei 140 bis 145°C Ober- und Unterhitze backen.

Das Blech aus dem Ofen holen und das Backpapier vorsichtig auf die Arbeitsfläche ziehen. Nach 5 Minuten vom Backpapier lösen.

Jetzt die Ganache noch einmal kräftig umrühren und in den Spritzbeutel mit Sterntülle (oder Tülle mit runder Öffnung) füllen.

Suche dir jeweils 2 gut zueinander passende Schalen aus und gib die Creme auf der Unterseite einer Schale. Setze die zweite Schale mit einem kleinen Dreh darauf.

Die Macarons sollten jetzt für 4 Stunden noch in den Kühlschrank, damit sie sich auch von dem Backstress erholen können – nein, Quatsch!-. Hier sollen sich die Aromen von Schale und Füllung gut miteinander verbinden.

Und jetzt können sie endlich in deinen Mund wandern 😉

Ich wünsche dir gutes Gelingen und viel Spaß!

Ganache

Weiße Schokolade

Für die Ganache aus weißer Schokolade brauchst du ein Verhältnis von 3:1 aus Schokolade und Sahne.
Also, z. B.:

  • 300 g weiße Schokolade
  • 100 g Sahne

1. Die Schokolade klein hacken.
2. Die Sahne erhitzen. Achtung: Die Sahne darf nicht kochen!!
3. Die heiße Sahne auf die Schokolade gießen und verrührt so lange, bis alles miteinander vermischt ist.
4. Die Ganache soll mindestens 4 Stunden an einen kühlen Ort ruhen, damit sie sich setzen kann.
5. Bevor du sie benutzt, nochmals umrühren und in den Spritzbeutel füllen.

Kommentare

  1. Wundervoll, liebe Alexandra! Das Zerkleinern der Mandeln hatte mir auch den letzten Nerv geraubt und meine weiße Ganache war eine flüssige Katastrophe. ☺ Mittlerweile backe ich sie nur 1 x im Jahr, damit ich ein paar verschenken kann und kaufe meinen Nachschub in Frankreich. Macarons sind mit die besten Süßigkeiten, die ich kenne! Dein Blog ist übrigens sehr, sehr schön. Lieben Gruß. Nadja

    • Keksseligkeiten

      Liebe Nadja, da bin ich ja beruhigt, dass nicht nur ich das Sieben der Mandeln als eine Herausforderung betrachte :-))Pass auf, je mehr wir üben, desto besser werden wir!! Freue mich total, dass dir mein Blog so gut gefallen hat!
      Liebe Grüße, Alex

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