Da ich herausgefunden habe, dass Einhörner zu Hallooween gerne Meringue essen…ja, es ist wahr…. mussten natürlich auch Meringue her. Die Einhörner sollten ja nicht hungern. Aber ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber an diesem Tag ging bei mir gar nichts! Ich hatte schon Schwierigkeiten beim Meringue herstellen, musste es 2 x (!) wieder anfangen, weil es partout nicht fest wurde!! Erst beim 3. Mal war ich etwas zufriedener und konnte es auf die Sugar Stamps  aufbringen (wie das geht, habe ich hier beschrieben). Das funktionierte noch ganz gut und ich hoffte inständig, dass meine Pech-Back-Strähne schon verflogen sei… also kam der Sugar-Stamp-Bogen samt Meringue in den Backofen, den ich schon auf 100° C vorgeheizt hatte. Nach einer Stunde schaute ich nach, was mein Meringue so machte und ich konnte sogar schon ein paar Meringue vom Sugar-Stamp-Bogen lösen, aber die meisten brauchten noch etwas länger, da sie noch nicht fertig waren.  Also kamen sie wieder in den Backofen. Als ich einige Zeit später wieder in die Küche  kam, wunderte ich mich, dass es etwas angebrannt roch, schaute in den Backofen und ich dachte, mich trifft der Schlag: alle meine Meringue waren braun! Ich hatte aus Versehen anstatt auf 100° C den Backofen auf 200° C hochgedreht… ich hätte heulen können!!  Somit habe ich nur ein paar Meringue an diesem Tag retten können – und die Einhörner mussten mit etwas weniger Essen auskommen…

Schwierigkeit backen: aufwändig
Schwierigkeit verzieren: machbar

Dauer Zubereitung: ca. 30 Min. + Kühlzeiten und das Ausstechen der Kekse
Dauer Verzierung: mehrere Stunden

Rezept für: 25 Kekse

Einkaufsliste

 

450 g Mehl
250 g Butter (Zimmertemperatur)
150 g brauner Zucker
135 g dunkle Schokolade (ca. 66% Kakaoanteil)
10 g Kakaopulver
1 Ei
60 ml Zuckerrübensirup
2 Teelöffel Vanillepaste oder -extrakt
Eine Prise Salz

Verzierung
Royal Icing Rezept findest du hier
Lebensmittelfarben
Fondant
Strukturmatte

Vorbereitung

1. Den braunen Zucker zerkleinern, damit er sich später besser mit der Butter vermischt.

2. Das Ei, Zuckerrübensirup und die Vanille separat in einer Schüssel miteinander verrühren.

3. Das Mehl zusammen mit dem Kakao sieben und Salz hinzufügen.

4. Die Schokolade in kleine Stücke brechen und bei niedriger Temperatur im Wasserbad schmelzen lassen. Abkühlen lassen. Allerdings musst du hier ein Auge darauf haben, dass es immer noch flüssig bleibt, wenn es mit den anderen Zutaten vermischt wird.

5. Die Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine miteinander verrühren, achte darauf, nur die niedrigste Stufe zu nehmen, damit nicht so viel Luft in den Teig hineinkommt, zwei Minuten reichen völlig.

6. Jetzt fügst du die Ei-Zuckerrübensirup-Vanille-Mischung hinzu und verrührst es miteinander.

7. Jetzt kommt die flüssige Schokolade hinzu.

8. Als letztes kommt die Mehl-Kakao-Salz-Mischung hinzu und bei niedrigster Stufe alles miteinander verrühren.

Wundere dich nicht, wenn dein Teig zu klebrig ist. Lass ihn noch ca. 15 Minuten ruhen, danach ist er viel trockener.

Die Masse in einem Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.

  • Kleiner Tipp:  Beim Teig ausrollen nehme ich Frischhaltefolie, damit der Nudelholz nicht am Teig kleben bleibt.

Backen der Kekse

Nun rollst du den Teig auf einer Backmatte aus. Wenn du die Kekse alle gleich dick haben und perfekte Ergebnisse erzielen möchtest, nimm Teigstäbe zu Hilfe (wie z.B. hier) und nun machst du es genau umgekehrt wie ich es z. B. bei den Vanille- oder Honigkeksen erklärt habe: Du stichst jetzt schon deine Kekse aus, nicht (!) nachdem der Teig im Kühlschrank geruht hat. Das hat einen besonderen Grund, den ich erstmal auch herausfinden musste: Die Schokolade im Teig bewirkt, dass der Teig sehr schnell weich wird, das heißt, du kannst gar nicht so schnell die Kekse ausstechen, wie der Teig sich verformt, wenn du versuchst, die ausgestochenen Keksen vom Keksausstecher zu befreien. Deine Kekse verformen sich und sehen unschön aus.

Um das zu vermeiden, stichst du deine Kekse aus (vorher den Keksausstecher in Mehl eintunken), die du jedoch nicht in die Hand nimmst, sondern nur ausgestochen an ihrem Platz  lässt und den Teig 2 Stunden im Kühlschrank richtig fest werden lässt. Somit kannst du wunderbar deine festen, ausgestochenen Cookies aus dem Teig herausholen und hast somit ein perfektes Ergebnis!

Und so verfährst du mit dem restlichen Teig: 15 Minuten in den Kühlschrank – Kekse ausstechen – 2 Stunden in den Kühlschrank – ausgestochene Kekse aus dem Teig nehmen – restlichen  Teig wieder kneten, ausrollen – Kekse ausstechen – wieder 2 Stunden warten… Vielleicht genügt dir eine Stunde, ich habe sie erst nach zwei Stunden wieder aus dem Kühlschrank geholt.

Backofen auf 180°C vorheizen und ca. 7-10 Minuten backen (je nach Größe). Hier musst du genau aufpassen, da du es dem dunklen Teig nicht ansiehst, wann er anfängt, braun zu werden!

Das Rezept ist schon aufwändiger als die einfachen Vanille-Cookies, aber wer Schokolade mag, wird dies auf sich nehmen – der Geschmack entschädigt vollkommen!!

  • Kleiner Tipp:   Bevor du die Kekse dekorierst, lasse sie minimum einen Tag auf Küchenpapier liegen, damit das Fett aus den Keksen aufgesaugt wird. Dieses Warten lohnt sich, denn es würde dich ärgern, wenn das Fett deine Dekorierung unschön verfärben würde – oder du steckst sie jetzt schon in den Mund :-))

Das Verzieren

Als erstes stellst du dein Icing her.

Wie du bei den Bildern sehen kannst, habe ich mit einer Prägematte dem Fondant eine Struktur gegeben. Das Fondant habe ich mit Lebensmittelkleber auf den Keks geklebt und mit goldener Airbrushfarbe die Prägung nachgezeichnet.
Die Haarsträhnen habe ich wechselweise mit schwarzem und mit beigem Royal Icing angebracht. Das beige Icing habe ich zum Schluss mit der goldenen Farbe bemalt.Noch die Augen und Hufe malen – fertig ist das Hallooween-Einhorn!

Wie kommen die Bilder auf die Baisers?

Ich bin von diesen Sugar Stamps total begeistert. Wenn du Meringue magst, kannst du sie, je nach Anlass, ganz leicht aufhübschen (es sei denn, du drehst den Backofen auf 200° C wie ich, das solltest du niemals (!) machen 🙁

Wie du mit den Sugar Stamps arbeitest und wo du sie bestellen kannst, habe ich hier beschrieben. Die Tülle, die ich hier benutze ist  von Wilton, Nr. 6B.

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